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Warn wa mal in Vama Veche

Ich gebe zu, es ist schon einige Zeit verstrichen seit dem Hauke und ich durch das Siegerbändchen nach Vama Veche eingefahren sind. Dieser Ort, an dem jeder nach zwei Tagen zum Hippie transformiert wird, fährt das Betriebstempo aber so schnell herunter, dass ich erst jetzt Muse gefunden habe die letzte Etappe zu beschreiben. Vama Veche war nach den 10 Tagen Rennen aber auch genau das Richtige um von diesen aneinanderreihenden Superlativen herunter zu kommen und drauf klar zu kommen, dass das Tramprennen 2010 wieder einmal so einiges in den Schatten gestellt hat!

Wie kam es noch mal, dass wir nach Vama Veche gekommen sind? Bei den vielen Eindrücken verfällt man leicht in eine Art Tramperalzheimer. Deshalb habe ich mir lieber gleich alle Lifts per Stichworte aufgeschrieben und stelle nun fest: Von Targu Jui nach Vama Veche hatten wir nur 3 Fahrer.

Von Targu Jui brachte uns ein Pärchen wieder ins Flachland. Der Mann musste (offensichtlich) zum Zahnarzt in die nächst größere Stadt Pitesti, was uns schon einmal gut 130Km weiter brachte. Neben uns auf der Rückbank saß ein Arbeiter, der für 2 Lei von dem Pärchen bis zum nächsten beeindruckend großen Kohlekraftwerk gefahren wurde. Wir mussten nichts zahlen.

Auf dem Weg passierten wir wieder einige Pferdekutschen, wobei einige aussahen wie rollende Heuhaufen. Diesen Anblick – Kutschen neben LKWs – werde ich so schnell nicht vergessen. Meistens sind die Fahrer dieser Gefährte Gypsies. In dem Auto durften wir wieder einmal Zeuge werden, wie dieses Thema die Rumänen aufregt. Ich guckte fasziniert aus dem Fenster als wir die Kutsche mit den bunt gekleideten Leuten überholten. Der Fahrer sah dies und meinte nur „Don’t say anything! These are Gypsies. They stiel your money! Romanien people like to work but they just steal.“ Er wurde sehr aggressiv und ich verstand, dass es besser war nicht darauf ein zu gehen. Die Rumänen sind sauer, weil sie sehen, dass die Romer sich durch betteln durchs Leben schlagen können, sogar schöne Häuser bauen während sie sich durch schlechte Arbeit kaputt machen. Außerdem leide das Image des Landes unter den Romern. Er zeigte uns eine Romersiedlung und schimpfte dabei weiter, wie hässlich sie und ihre Häuser seien. Es waren sehr ärmlich zusammengebretterte Häuser aber verziert mit asiatisch aussehenden Türmchen und Dächern. Hauke und ich guckten uns nur stumm an und dachten das Gleiche.

Auf dem weg passierten wir außerdem viele kleine Dörfer. Wir fanden sie schön, wahrscheinlich weil sie einfach so anders sind von dem, was wir gewohnt sind. Kleine Häuschen, die aber nie nur funktionell sind, sondern jedes, egal wie ärmlich, verziert durch Ärker, Türmchen oder Säulen, davor ein Gemüsegarten, oft ein Pferd angeleint vor der Tür (statt Auto) und alle drei Häuser stand ein Brunnen. Man kommt sich ein bisschen vor wie auf einer Reise zurück in die Vergangenheit.

Wir wurden an einer großen Straße herausgelassen Richtung Bukarest. Der Fahrer fragte nach unserer Pappe, wir wussten erst nicht, was er wollte. Aber dann beschrieb er uns unser Pappschild mit der nächsten Stadt für uns. 🙂

Dieses Schild hielten wir nur 5 Min in die Luft bis uns der nächste Kleintransporter mit Richtung Bukarest nahm. Der Typ war etwa wo alt wie wir, hatte seinen Laptop auf dem Amaturenbrett mit seinem Baby als Bildschirmschoner und sprach sehr laut und viel Rumänisch in der Hoffnung, dass wir ihn irgdenwie doch verstanden. Erst freuten wir uns über den aufgeweckten Kerl und den Laptop, weil wir ihm so einfach die Tramprennenhomepage zeigen konnten und er die Sache auf Rumänisch lesen konnte. Aaaaber nach 40Km fing der Typ an uns dermaßen auf die Nerven zu gehen. Denn auch als wir auf die Autobahn fuhren, führ er nicht schneller als 80 km/h, weil er die ganze Zeit sinnlose Dinge googelte und eines seiner drei Handys klingelte. Dazwischen laberte er uns weiter auf Rumänisch voll, wobei jedes dritte Wort „Problääm“ war. Und genauso hyperaktiv wie er war, so hibbelig war auch sein Fahrstil, wenn er zwischen Laptop und Staße hin und her wechselte. Jetzt da wir ja Freunde fürs Leben seinen, konnte er uns ja mal in Deutschland besuchen und Bier mit dem Namen Hitler (keine Ahung wo er das her hat?!) trinken. Als Hauke sagte, dass er so um die 5 Bier im Schnitt trinkt, klaschte er Beifall. Dann checkte er gleich noch unsere Nummern und E-mailadressen aus. Als ich mich bei seinem Massaging-Dings einloggen sollte reichte es mir. In einer Stadt hielt er an, sagte nur „Problem“, zeigte auf Hauke, dass er mitgehen sollte und ich beim Auto warten sollte. Merkwürdge Situation aber weil er nur anstrengend aber nicht gefährlich wirkte, taten wir, was er wollte. Die 10min Wartezeit wurde ich allerdings schon etwas nervös. Zum Glück kamen sie wieder, er war Geld holen…

Rausgelassen hat uns der Fahrer dann an dem be… Spot, den man sich vorstellen kann: mitten auf dem Autobahnzubringer. Rechts, wo wir stehen sollten waren gleich Bahnschienen, links abgewrackte Werkstätten. So standen wir dort ne 3/4 Stunde im siffigen Randbezirk von Bukarest, fühlten uns so frei wieder aus dem Auto zu sein aber auch etwas mulmig so zwischen den Staßenhunden und uns komisch beäugenden Arebeitern.

So, und jetzt?! Downgrade und Chance auf der Ziegeraden und auf den letzten Metern geht ihnen die Puste aus??? Neee, Pustekuchen! Der rettende Manager aus Constantia sammelte uns ein und weil er sportlichen kampfgeist hatte und durch die wartenden Teams, die wir am straßenrand stehen sahen angestachelt wurde, brachte er uns direkt 40 Km weiter direkt nach Vama Veche!

Den Moment werde ich nicht vergessen: Hauke und mir klopfte das Herz bis zum Halse. Durch die ganzen Fake-Informationen, wer schon angeblich am Zielort ist…sehr witzig…hatten wir keine Ahung, ob es noch für den ersten Platz im Gesamtsieg reichte. Aber als wir in den Ort hineinfuhren, diese Bande von schon vermissten, tollen, verrückten, einzigartigen Trampern sahen, die uns jubelnd begrüßten, war es mir so egal.

Wir waren da! 3000 Km weit gereist nur per Anhalter für sauberes Trinkwasser durch Länder, die ich noch nie vorher gesehen hatte und ganz nebenbei (:-)) haben wir das Ding auch noch gewonnen! Insgesamt hatten wir 25 Lifts denen wir die Reise verdanken. Rumänien ist ein spannendes Land und ich möchte jedem empfehlen sich sein eigenes Bild zu machen.

Cheers und bis nächstes Jahr! Janina

Trampers Paradise

BREAKING NEWS +++Downgrade&Chance bekommen nen Lift von der Polizei+++Is haltn Job wird degradiert zu ‚war maln Praktikum’+++erneute Disqualifikation von Marcel und Sarah sowie Tick, Trick, Truck: Bahnfahren. Grund: Montezumas Rache!+++Alex wird von Grenzpolizisten getreten+++Weltentrotter gibt Interview im Park+++Lift von Downgrade&Chance bremst bei 150kmh auf der Autobahn, fährt rückwarts die Tankstellenauffahrt rauf, um mitzunehmen+++Gypsys reloaded&Supertriper pennen in leerem Haus neben der Straße, sourrounded by streuning dogs+++survival of the fittest jetzt im 3*** Hotel+++Jans Schrank des Lebens ist um einige Schubladen reicher+++morgen ab 8 Uhr gehts weiter für eininge+++wer will kann auch übermorgen ab 8 los+++

Ein etwas längerer Bericht, weil: viel zu erzählen! Start nach Rumänien. Nachdem die anderen Routen schon im Zielland angekommen waren, wollten wir nach unserem genialen Abstecher nach Serbien nun auch nachziehen. Der Anpfiff zur Königsetappe des diesjährigen Tramprennenes ertönte dann um 9 Uhr in der Früh, für einige zu früh, die Möwen flogen hier deutlich zu hoch. Wie dem auch sei, Janina und ich waren natürlich bestens vorbereitet und gingen direkt zu unserem favorisierten Spot in Novi Sad mit dem Ziel erstmal gen Zrenjanin zu kommen. Das Team um die Supertriper machte uns den Platz dort leider schon streitig, so dass wir deren Abfahrt nun live miterleben konnten. Tschüss! 15 Minuten später kamen bis auf die später disqualifizierten Trick, Tick&Truck und ‚War mal ’n Praktikum‘ alle weiteren Teams zu uns, so dass es schön muggelig wurd. Bevor wir losfuhren winkten noch die Dritte Wahl und die Natural Born Hitchhikers siegesgewiss aus ihren Lifts. Nicht gerechnet hatten sie jedoch damit, dass Downgrade und Chance keine festen Pläne verfolgen und der Meinung sind, dass freestylefahren eh am besten ist. Also gings dank Janina spontan in Richtung Ungarn zurück und nicht nach Zrenjanin. Der Schlüssel zum Erfolg. An der wohl überbesetztesten Raste ever (5 Tankwärte/ 5 Min/1 Auto) nahmen uns dann zwei Berliner mit über die serbisch-ungarische Grenze mit. Passkontrolle bestanden, n bisschen mulmig ist mir ja immer so ohne Reisepass – egal, wir waren durch! Schon auf der Strasse nach Ungarn waren massenhaft Tramper anzutreffen, so wars dann auch an der Grenze selbst… und da wir nicht gen Rumänien kamen, musste ein neuer Plan her. Ab zu DER Tanke in Ungarn, an der vortags 3 Teams übernachten mussten. Hier wussten wir, dass realativ viel Verkehr nach Rümänien fließt. Dumm war nur, dass DIE Tanke auf der anderen Seite lag – also kurzes Autobahncrossing zur richtigen Tanke und alles war gut (liebe Eltern: zur Beruhigung: es fließt generell eher weniger Verkehr auf dieser Straße, wir hatten theoretisch sogar Zeit für ein Picknick auf eben jener, ohne dass uns was passiert wäre 😉 ). Der Spot blieb seinem Ruf treu, wir kamen erstmal nicht weg, Autos kamen auch kaum mehr an. Wir hingen bei dem stärksten Nordseewindverhältnissen also wieder fest. „Lass mal „Arad“ aufs Schild schreiben! Schaden kanns jedenfalls nicht!“. Gesagt, getan, zur Auffahrt gegangen, Schild hochgehalten und was ab dann passiert ist legendär: Mit 150kmh bremst Sebastian im VW Bully ab, geht vom Gas, bleibt an der Tankstellenausfahrt stehen, fährt rückwärts drauf, sammelt uns ein und: tadaa, rauscht mit uns nach Rumänien. Zwar hat er seit 30 Stunden nicht mehr gepennt, bis nach Deva bringt er uns trotzdem. Zwischenzeitlich waren wir noch mit im ne Suppe essen, er hat bei ner Autopanne geholfen und als es schließlich 23.30 Uhr ist, versuchte er mindestens seit einer Stunde uns per LKW-Funk nen Lift nach Targu Jiu zu organsieren. Leider hat das nicht geklappt, war aber auch nicht schlimm. Er hat uns dann doch noch auf die direkte Straße gen Targu Jiu gebacht, direkt vor ein Hostel. Mit kompletter Dankbarkeit standen wir nun also im rumänischen Dauerregen irgendwo im NIrgendwo, immerhin mit der Gewissheit zur Not im Hostel pennen zu können. Vadderns Taschenlampe mit Blinkmodus hat dann jedoch diesen PLan schnell ad acta gelegt, das fünfte Auto hielt an. Wir sind ja nunmal Sprachchamäleons, also hatten wir schnell raus, dass wir jetzt bis kurz vors Ziel gebracht werden würden. ABFAHRT! Die Zeiger des Tachos im alten Transporter waren abgebrochen, nach Gefüh fahren war also angesagt. Wir waren nun schon grobe 15 Stunden permanent am Trampen, Janina war weggenickt und mir fielen auch öfters mal sekundenmäßig die Augen zu. Als wir dann schließlich gegen 1 UHr nachts in Petrosani(?) rausgelassen wurden, sorgte sich unser Fahrer so um uns, dass er erst noch einen Bus organisieren wollte, danach diverse andere Sache checkte (klappte alles nicht), bis er schließlich uns sein Essen schenkte. „Hungry?“ „A litte bit.“ „Here, take it. Chicken!“ BAM. Wir waren zum zweiten mal perplex. Ich hatte noch das Schild mit 3,6km bis zur nächsten größeren Tanke entdeckt, also entschieden wir uns für den Fußweg dahin. Keine 3 Minuten später hielt ein Polizeiwagen. 2 Polizisten kamen, texteten uns zu, wir verstanden nix. Sprachchamäleone kennen keine Pause, also machten wir ihnen klar, dass wir nur zur Tanke wollten. Und jetzt Legendäres Part II: Ein Beamter ging zum Auto, wedeltet mit den Armen, 3 weitere Polizisten stiegen aus. Folgende Szene: Übermüdetes Downgrade&Chance steht mitten im Regen in Rumänien um 1 Uhr nachts 5 Polizisten gegenüber. Was nun?! Der eine Polizist schickte 3 andere weg, machte den Kofferraum auf, packte vorsichtig(!) unsere Siebensachen ein und fuhr uns dann mit seinem übriggebliebenen Kollegen zur Tanke! Ja geil, ein Lift von der Polizei 😀 Dann gings fix, nach 5 Minuten rumflashen nahm uns ein Physikprofessor und seine Tochter (vermuten wir) mit, directly to Targu Jiu. Wonderful! Die Strassen dorthin befahren in Henstedt-Ulzburg maximal noch die örtlichen Bauern, mal wieder was neues kennengelernt. In Tg Jiu brachte uns unser Fahrer (Tochter stieg ein Dorf früher aus) direkt zum Treffpunkt. Hier wollte er uns dann nachts 3 Uhr noch ne Stadtführung geben, schlafen könne er eh nicht mehr. Wie geil ist das denn bidde?! 18h durchtrampen hinterlassen jedoch Spuren, wir waren müde. Kurzerhand organsierte er uns also noch einen Schlafplatz in der Stadt, trug unsere Sachen mit ins Zimmer und verabschiedete sich dann von den mal wieder baffen Downgrade&Chance. Unglaublich freundlich 🙂 Nach der Grenze war Rumänien echt nicht sonderlich schön, viel halbfertiges oder halbvergammeltes, komplett verlassenenes und dreckiges, je weiter wir ins Land kamen, desto schöner wurds. Schöne Gypysschlosshäuser, detailreiche Gebäude, schöne Landschaften. Die Menschen sind superfreundlich, alle Tramper erzählen euphorisiert von ihren Erlebnissen, wir hoffen das es so weitergeht und sind guter Dinge.

Grüße an all jene, die das hier lesen und das Rennen verfolgen. Downgrade&Chance geben morgen nochmal Gas. Routensieger ‚Sönke‘ sind wir schon nun wir wollen unseren Vorsprung bis nach Vama Veche tragen und das gesamt Dingen gewinnen! We’ll see 🙂

Love, Peace & Happiness,

Mr. Chance

 

Ergebnisse der Etappe nach Targu Jiu:
1) Downgrade & Chance 20 P.
2) Weltentrotter 17 P.
3) 3 ??? 14 P.
4) Dritte Wahl 12 P.
5) 4Itchy Feet 10 P.
6) Natural Born Hitchhikers 8 P.
7) Supertriper 6 P.
8) Puk Undercover & BlueBang 5 P.
9) Tick, Trick, Truck DISQUALIFIZIERT 0 P.
10) War maln Praktikum DISQUALIFIZIERT 0 P.

Soenkes verlassen die EU

:::BREAKING NEWS:::

KiBet mit schon unendlich vielen Punkten+++Tick, Trick, Truck & Isn job fahren Bahn – disqualifiziert +++7 Tramper pennen an einer Tanke+++ Novi Sad ist schoen+++Supertriper schmuggeln sich mit Passkopien ueber die Grenze+++Natural Born Hitchhikers werden mal wieder fast verhaftet – kommen aber um 1 UHr nachts an+++vielen Dank Flo fuer die Tour bis nach Budapest- Maja nun mit auf Route Knut bei Piggely&Frederick: FairFahren ausgeschieden

Sönke, Sönke… .Bis Budapest war Trainingslager, nun wird sich zeigen, wer den echten Tramperdaumen hat!
Um aus dieser riesigen, pulsierenden Stadt Budapest heraus zu kommen, brauchte man schon mal ein gutes Händchen. Hauke und ich hatten es…nicht so richtig. Mit der Beschreibung von Hitchwiki kamen wir nur bis zur Endhaltestelle der Metro und dann standen wir ratlos auf einem grossen Platz auf dem es so schön osteuropäisch chaotisch war und wir keinen Plan hatten, wo der Bus 55 abfahren hätte können. Nach dreimal umkreisen entschieden wir uns zu laufen!

Auch die Randbezirke von Budapest sind wiklich schön aber der Wein von dem Vorabend lag noch schwer in den Knochen und die Autobahn schien noch weit weg zu sein. Englisch oder Deutsch konnte jaum einer aber per Handzeichen kapierten wir, wo wir lang sollten. Letztlich schlenderten wir gefuehlte 3 Stunden durch die Stadt, bis wir an der Tanke an der Autobahn ankamen. Von Weitem sahen wir schon Michael, Manu und Janne mit den Schildern rumfuchteln und Team T.R.A.M.P war auch schon da….Mist!

Aber es lief dann einigermassen. Mit einem Kleinbus bis kurz vor die Grenze an eine Raststätte, die fuer diese Etappe noch eine tragische Rolle spielen sollte. Denn anscheindend hatte sie eine magische Anziehungskraft fuer Tramper aber nur nicht fuer Autos.

Als Hauke und ich gegen Mittag dort rumhangen, standen wir mit Weltentrotter und Supertramp. Julia und ich waren sogar zwischenzeitlich so hoffnungslos, dass wir anfingen alte Wanderlieder aus ihrem Liederbuch mit Flöte und Gitarre nachzuspielen.

Insgesamt vergingen ca. drei Stunden bis Weltentrotter die Raste verliess und Hauke kurz danach auch einen Lift an Land zog. Danke Hauke!

Also ab nach Novi Sad mit Mark, einem EngländeR, der in Belgrad beruflich zu tun hatte und zum Glueck das Gespräch von dem ueblichen Small Talk schnell auf das Thema Musik lenkte. Ich war so muede und uebergluecklich, dass wir einfach nur seine Lieblingsbands The Kings und das neue Gorillaz-Album hoeren konnten.

Dann waren wir endlich da. Serbien! Wer kann das eigentlich so schnell checken, dass man in so kurzer Zeit wieder in einem komplett anderen Land mit komplett anderem Flair mit komplett anderen Leuten und Geschichte ist?!

Unser Treffpunkt hatte auf jeden Fall Charme: Ein ruinenhafter Unterstand vor einer geschlossenen Bar. (Wer hat sich eigentlich diese Treffpunkte ausgesucht?!:))Hauke und ich sind Dritter hinter Weltentrotter und Dritte Wahl. Aber was auf jeden Fall die Nachricht des Tages wert ist ist: Downgrade und Chance fuehren in der Gesamtwertung!!!:)

Bevor wir uns um 20h ins Hostel vor diesem Regen, der uns seit Tagen verfolgt, fluechteten, kam noch Team 4Itchy Feet an. Aber dann wurde es abenteuerlich: 7 Leute hingen gestern Abend noch an dieser ominösen Tankstelle fest, die Natural Born Hitchhikers versuchten schon seit Stunden von der serbischen Grenze wegzukommen und von den Supetrippern hörten wir nur, dass der eine versuchte mit seinem vorläufigen Pass ueber die Grenze zu kommen.

Als ich morgens aufwachte, standen aber zum Glueck alle munter im Hostelflur vor mir. Soenkes beissen sich eben durch! Wie sie die Nacht erlebt haben koennt Ihr dann bei Sarah lesen.

Heute morgen fuehlten wir uns wie im Paradies als wir das leckerste Schokochroissant fuer ein paar Cent kauften und durch diese schoene Stadt schlenderten.

Jetzt heisst es Reserven auftanken, denn morgen gehts in die Berge. Wie weiss keiner grad so genau aber dit wird schon!

Liebe Gruesse und Ahoi Janina

Ergebnisse
1) Dritte Wahl 20 P.
2) Weltentrotter 17 P.
3) Downgrade & Chance 14 P.
4) Puk Undercover & Blue Bang 12 P.
5) 4 Itchy Feet 10 P.
6) 3 ??? 8 P.
7) Supertriper 6 P.
8) Natural Born Hitchhikers 5 P.
9) Trick, Tick und Truck DISQUALIFIZIERT 0 P.
10) Is haltn Job DISQUALIFIZIERT 0 P.

Boomshakalaka! Und wir sind alle gesund und munter in Budapest!!

BREAKING NEWS+++Bessert möwt ganz gerne einen+++PUBB kommen voll im Regen an+++Supertriper auch+++Kiste ganz weit vorne – Biber und Nacken ganz hinten. Kontrastprogramm+++Pille pennt draussen bei DEM Wetter+++Einige Teams ohne Zelt beim Campingplatz – gute Idee fürs Campen+++Team KiBeT jetzt bei 75 Punkten+++

Zum Treffpunkt beim Camping Haller (großes Kino hier i.Ü.) gings für die Teams über mehr oder weniger große Umwege mehr oder weniger schnell. Beim Start beim Museumsquartier, bzw. beim Fahrer Querstrich Host von Weltentrotter gings hochmotiviert los. Downgrade&Chance hatten sich schon am Vorabend den Masterplan zurechtgelegt für einen grandiosen Tramptag nach Budapest. Natürlich spricht sich Können schnell herum, dementsprechend folgten die Teams den Alphas zum Startpunkt hinterher. Seeelbstverständlich wären wir nicht Downgrade&Chance, wenn wir nicht immer einen Schritt voraus wären: Natural Born Hitchhikers aka. Gyspies Reloaded im Bus genatzt, nur mit 3 Wahl zur Tanke. Dummerweise waren da schon die 3 Kapeiken Tick, Trick und Truck – mit denen wir dann zeitgleich von der Tanke führen. Die ein Auto vor uns, wir eins später. Mit uns im Auto die 10 Monate alte Aisha. Super-Baby! Malki, ich connecte gerne!
Als wir dann 90 km vor Budapest ausstiegen, haben wir bis auf die Weltentrotter niemanden an den vielen Rasten auf der A4 gen Budapest stehen sehen. Auch nicht TTT, die angelblich nen Direktlift hatten. Jaja, bla bla. Mit einer kroatischen Tischtennis Nationalspielerin gings dann rein nach Budapest, bis auf eine Tanke 10 km vom Treff entfernt. Dann muss man auch mal Glück haben und 2 Verrückte finden, die das Tramprennen abfeiern und uns zum Ziel heizen wollen. Also schnell rein mit dem Sack&Pack&Gitarre&Kamera, den Weg durchs Beet der Tanke genommen – „ist the normal way to the city“- und ab durch den Budapester Großstadtverkehr direkt zum Ziel gecruist! Jetzt wollten die Fahrer natürlich wissen, welchen Platz wir gemacht haben. Also raus aus dem ungarischen Auto, Sachen schnappen und ab geht’s zum Campinglpatz. BAM! Allererstes Team von ALLEN TRAMPERN in Budapest. Die Feierer mitm Fahrer war groß, unsere eigene sowieso und dann haben wir gewartet….gewartet…gewartet. Seit 12.16 Uhr waren wir am Ziel. Das zweite Team war dann die Dritte Wahl ca 1,5h nach uns. Danach trudelten immer mehr Teams ein, die Routen füllten sich, genialer Scheiss! Mittlerweise ist auch Mach mit, Nimm mit um Ole und Marlene hier, nur Bonnie&Clyde eiern noch durch die Pampa.
Gesamt siehts so aus, dass Hin&Weg&Kiste vor den Safaritanten und Downgrade&Chance führen. Dann folgt das Hauptfeld, dann kommt ne lange Zeit gar nix, dann Biber und Nacken.

Soweit Grüße aus Budapest! Wir bleiben noch ne Nacht hier und übermorgen wird dann weitergeract – und zwar an die Gesamtspitze!
Love, Peace, Happiness
Downgrade&Chance

Platzierungen der Etappe von Wien nach Budapest
1) Downgrade&Chance 20 P.
2) 3 Wahl 17 P.
3) Tick, Trick & Truck 14 P.
4) 3 ??? 12 P.
5) Weltentrotter 10 P.
geteilter 6.Platz) FairFahren 8 P. & 4 Itchy Feet 8 P.
8) Is haltn Job/Praktikum 5 P.
9) Natural Born Hitchhikers 4 P.
10) Puk Undercover&Blue Bang 3 P.
11) Supertriper 3 P.

Semma in Vienna

„Das Alpha-Team muss auch mal seine Gruppe allein lassen, damit sie sich findet.“ Unter diesem Zitat, ursprünglich von Malte, verbuchen wir mal die letzte Etappe von Nürnberg nach Wien.

Ganz anders sieht das Ergebnis dieser Strecke aus. 4 Itchy Feet und die Natural Born Hitchhikers rollten das Feld von hinten auf. Alle Teams kamen an, diesmal gab es keine weggespülten Autobahnen nur Downgrade & Chance schlugen diesmal 2 Dinge von der Spitze: Startschwierigkeiten und zu wenig PS.

Der Tag fing gut an. Alle 15 Tramper, die in der WG von Julia geschlafen hatten kamen pünktlich aus den Federn und konnten noch vor dem Start von dem netten Fernsehteam des SWR gefilmt werden. Gedreht werden sollte ein kleiner Beitrag, der unseren Start zeigt und Marcel und wir beiden durften noch ein paar Dinge in die Kamera los werden.
Dann schwärmten alle aus, denn die Etappe war eröffnet. Wir waren hoch motiviert, bekamen gleich von der S-Bahn Station einen Lift zum Autobahnzubringer, doch waren wir dort nicht allein. Team Puk Undercover hatte sich dort schon positioniert, also wurde die Sache schwierig. Wir gingen etwas weiter die Straße entlang an eine Ampel wo wir die Leute bequatschen konnten. Doch außer guten Wünschen bekamen wir kein Auto zu fassen, das in die Richtung fuhr. Um es abzukürzen: Wir steckten 1 einhalb Stunden in Nürnberg fest und ich biss regelmäßig in unser Pappschild, um diese Misere auszuhalten!

Gerettet hat uns dann ein Trucker, der uns bis zur nächsten Raste auf die Autobahn fuhr. Dort warteten aber noch drei andere Teams auf uns. Wir klärten die Fronten und teilten unser Revier ein. Doch bekamen wir dann schon fiese Blicke, als der erste Kleintransporter, den ich anquatschte, uns gleich mit nach Wien nehmen wollte! Zack, weg waren wir.
Der Typ war Ungare, die Verständigung ging eher über Gesten und Hanuta aber leider fuhr er vieeeel zuuu langsaaam… Ich musste eigentlich schon länger aufs Klo, versuchte aber tapfer zu bleiben, weil eine Pause bei dem Tempo echt nicht drin gewesen wäre. Ein Team nach dem anderen zog an uns vorbei. So nett er war, Hauke und ich wurden nervös und ehrlich gesagt ging mir der Geruch von seinem Duftbaum auch auf die Nerven. Also baten wir ihn uns kurz hinter Linz raus zu lassen und schnappten uns dann noch zwei Lifts bis nach Wien. Der letzte war wieder ein Glücksgriff, weil das Pärchen direkt an unserem Treffpunkt Museumsquartier wohnte!

Wien war schön, heiß aber für einige der Gruppe recht turbulent. Sarah und ich machten gestern ein besetztes Haus ausfindig, in dem die jenigen, die nicht über Couch Surfing oder andere Kontakt eine Bleibe gefunden hatten, übernachten konnten. Doch leider wurden sie morgens dann promt von einem Stürmungskommando geweckt! Jackpot! Nach ein paar Stunden auf der Wache waren aber zum Glück alle Tramper wieder frei. Und obwohl einige kämpferischen Geist entwickelt haben, verlieren wir sie zum Glück nicht an die Wiener Häuserbesetzer-Szene.

Momentan sieht es so aus: Team Downgrade und Chance und Team Is Haltn Job batteln sich an der Spitze, wobei wir Damen, da wir ja die meiste Verantwortung am Ergebnis tragen.., uns noch schön nach einem Praterbesuch in einem Schwimmbad direkt in der Donau entspannt haben. Wir hatten das Becken für uns alleine, zogen unsere Bahnen und konnten beim Rückenschwimmen die Sterne angucken. Der Herren sind los, um sich besinnungslos zu besaufen.;) Aber das geht schon klar, in Budapest wird das Bergfest mit allen 75 gefeiert. Darauf freue ich mich schon wie wild.
Auf auf nach Budapest! Jetzt wirds spannend!

Wieeen! Und der Marcel freut sich auch für uns;)Chillen am TreffpunktDa haben wir an Euch gedacht! Immerhin einmal mit den Siegern auf einem Foto.;)