Um möglichst schnell und entspannt zu trampen, solltest du bereits vor Abreise einige nützliche Hinweise beachten. Beim Trampen gibt es zwei elementare Standorte, die dich von A nach B bringen. Der Startpunkt in der jeweiligen Stadt und die Raststellen auf Autobahnen. Bei beiden kannst du einige Faktoren beeinflussen, um deine Wartezeit zu verkürzen.
Wie finde ich meinen Tramp-Spot?
Den Spot selbst suchen
Nutze Google Maps oder Stadtkarten. Orientiere dich stets am Verkehrsnetz. Halte Ausschau nach den Hauptverkehrsstraßen und Autobahnausfahrten. Je weiter du dich aus dem Stadtzentrum entfernst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, den Stadtverkehr herauszufiltern. Es lohnt sich, auf Google Maps nach Tankstellen in der Nähe von Auffahrten oder Verkehrsknoten zu suchen. Oftmals tanken Fahrer noch einmal, bevor sie auf die Autobahn fahren und eine längere Strecke zurücklegen. Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, Fahrer nach einem Lift bis zur nächsten Raststelle auf der Autobahn zu fragen.
www.hitchwiki.org – das Tramperwiki
Oftmals haben andere Tramper schon Vorarbeit geleistet und teilen ihre guten und weniger guten Tramp-Spots auf hitchwiki.org.
Wie muss mein Tramp-Spot aussehen?
1. Ein guter Tramp-Spot muss für den Fahrer optimale Bedingungen zum Anhalten bereitstellen. Gut geeignet sind Ampeln in der Rotphase, Bushaltestellen oder sehr breite Seitenstreifen.
2. Der Verkehr ist entspannt und nicht hektisch, sodass der Fahrer sich nicht komplett auf den Verkehr konzentrieren muss und überhaupt die Möglichkeit hat, dich am Straßenrand zu sehen.
3. Du selbst darfst den Verkehr nicht gefährden oder ablenkend beeinflussen.
Wie verhalte ich mich am Tramp-Spot?
1. Mach auf dich aufmerksam!
Ein großes Schild mit gut lesbarer Schrift hilft, besser aber noch sind kleine, für Verwirrung und Unterhaltung sorgende Gimmicks. Besorg dir eine Seifenblasenmaschine, ein großes Kuscheltier, Gasluftballons oder spiel während des Wartens Gitarre, Mundharmonika oder ein anderes Instrument. Sympathie ist alles, freut sich jemand über deinen trampenden Daumen, steigen die Chancen, dass er dich mitnimmt. Und selbst wenn nicht – deine Wartezeit wird in jedem Fall amüsanter.
2. Halte eine Karte für Wegbeschreibungen bereit, manche Fahrer halten und bieten an, dich ein Stück mitzunehmen, kennen sich in der Gegend aber nicht immer aus. Kleine Ortschaften auf der Strecke kannst du so schneller finden und vielleicht bringen sie dich einige nützliche Kilometer weiter.
Wie gehe ich an Raststellen vor?
1. Es ist prinzipiell immer besser, die Fahrer direkt anzusprechen. Ein gemaltes Schild bringt dich an der Raststelle nur langsam weiter. An der Zapfsäule bietet sich stets eine gute Gelegenheit, jemanden anzusprechen. Manchmal auf dem Weg zur Kasse, manchmal während des Tankvorgangs. Keine Angst haben, fragen fragen fragen!! Es ist müßig und anfangs vielleicht auch unangenehm, Leute anzusprechen und abgewiesen zu werden. Aber mehr als ein “Nein” wirst du nicht zurückbekommen. Wenn du das irgendwann verinnerlicht hast, ist die Zapfsäule ein großes Vergnügen! :)
2. Baue eine Geschichte um dich herum auf, frage nicht bloß nach einem Lift. Erzähle, wer du bist, wo du herkommst, wo du hinwillst. Dein Reisegrund sorgt für Vertrauen und ist ein guter Eisbrecher.
3. Immer freundlich sein, nicht den Mut und die Motivation verlieren. Auch wenn Fahrer nur mürrisch antworten oder gar nicht reagieren: Danke sagen und eine gute Weiterfahrt wünschen deinerseits ist immer drin. Manchmal gibt es einen guten Grund, warum man niemanden mitnehmen möchte.
4. Wenn du spätabends an einer Raststelle abgesetzt wirst und der Verkehr bereits am Einschlafen ist, lohnt es sich immer, einen Kaffee zu kaufen und ein paar freundliche Worte mit dem Tankstellenpersonal zu wechseln. Musst du die Nacht an der Raststelle verbringen, stehen die Chancen gut, dass das Personal dir mit einem Schlafplatz auf einer der Restaurantbänke oder mit übrig gebliebenen Brötchen aushilft. :)
- to be continued –