Budapest: 1250 km für sauberes Trinkwasser

::: BREAKING NEWS :::

+++ Alle 10 Teams der Route Dirk in Budapest eingetroffen +++ Düsentrieb jetzt alleine in Führung bei Route Dirk +++ Sa und So Rennpause in Budapest +++ Hack lernt morgens um 9 SpanischEnglisch +++

[Galerie nicht gefunden]

Das Etappenergebnis im Überblick:

1. Tofu & Hack – 20 P.
2. Team Düsentrieb – 17 P.
3. Mähenäbteklee – 14 P.
4. Mütze & Glatze – 12 P.
5. Streunerich & Streunerin – 10 P.
6. A-Team – 8 P.
7. Mustaches on the road – 6 P.
8. T.R.A.M.P. – 5 P.
9. CörperklausSunrisecrew – 4 P.
10. Die Ostseepiraten – 3 P.

Etappenbericht vom Team T.R.A.M.P.

Es ging wiedermal drunter und rüber bei den maniac Priests. Nach einer entspannten Nacht in der abgefucktesten Ruine, die man in Brno noch Haus nennen kann, machten wir uns pünktlich um Acht auf zur Autobahnraststätte am Avion-Shoppingcenter.

Schön an der Shuttlebus-Haltestelle angekommen, mussten wir feststellen, dass wir nicht die einzigen waren. Natürlich bekamen wir nicht den ersten Lift (und natürlich auch nicht den zweiten, dritten usw…) Wir hatten allerdings letztendlich das Glück, mit einem sich in Eile befindenden Skodafahrer bis nach Bratislava zu fliegen und konnten so sogar die anderen Teams vorübergehend einholen. Irgendwo zwischen den beiden Br’s kam dann die SMS von Team Tofukack: “Sind in einer Stunde in Budapest.” Na Klasse!!! Die alte Weisheit, dass das Glück den Dummen hold ist sollte sich also ein weiteres Mal bestätigen!

Wir kamen also auf ner Autobahnraste in Bratislava an und waren erstmal sogar allein an nem scheinbar echt edelem Spot. Es ging zu, wie auf dem Oktoberfest. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass die meisten nach Österreich und nicht nach Ungarn und schon gleich gar nicht nach Budapest fuhren. Dann kamen die Mustaches und bekamen natürlich noch vor uns nen Lift, obwohl sie zu dritt waren. Straight ride nach Budapest. Wir waren frustriert! Da schien der Kaffeetrinkende Tscheche in der Gastro gerade richtig, uns unsere Herzen bei ihm etwas zu erleichtern.

Und nachdem wir ihm eine Zeit lang die Ohren vollgejammert hatten, erbarmte er sich, uns nach Österreich, auf die Autobahn von Wien nach Budapest zu fahren, wo es seiner Meinung nach Lifts im Überfluss gab. Am Rande des seelischen total-Burnouts, blieb uns nichts anderes, als dem Mann zu vertrauen und so wechselten wir von Route Dirk auf Route Knut. Das Abenteuer begann…

In Parndorf, was in der Österreichischen Wallachei liegt, standen wir also, eh wir uns versehen konnten, am Standstreifen der Autobahnauffahrt und die Lage nahm Dresden-ähnliche Verhältnisse an. Da half auch Lukes sonst so wirksamer Leitplanken-Tanz nichts mehr. Das ganze Dilemma wurde von einem sich anbahnenden Mega-Unwetter verschärft und wir begannen, nicht nur um Sack und Pack, sondern auch um Haut und Haar zu bangen.

Nach ca. einer dreiviertel Stunde Wartezeit und zehn Sekunden, bevor der Taifun über uns hereingebrochen wäre, kam der heilige Sankt Martin höchstpersönlich angeritten und galloppierte uns, sicher unter seinem Mantel verwahrt, bis zur nächsten Autobahnraste hinter der ungarischen Grenze. Dort angekommen wurden wir erstmal von einem wildgewordenen Tankwart mit Dreckwasser attackiert, was unserer, nach beschriebenen Ereignissen, ohnehin schon übermäßigen Verstörtheit nicht unbedingt abträglich war.

Wir befanden uns irgendwo in einem Chaos der Gefühle zwischen Himmel und Hölle und bildeten uns sogar ein, Team WataQuata vorbeifahren zu sehen. Wie zwei ausgesetzte Waisen mussten wir ausgesehen haben, denn irgendwann kam ein mittvierziger Ehepaar auf uns zu, das uns adoptieren wollte. “Bu…, Bubuuu…,Buuu…” war alles, was noch an Kommunikation aus uns herauszuhloen war. “Budapest?” fagte Papa. Wir nickten zustimmend, während wir genüsslich an unseren Daumen lutschten, und uns mit der anderen Hand die Tränen aus den Augen wischten. Sie luden uns in ihr Auto ein und schnallten uns auf den Kindersitzen fest, die sie scheinbar vorsorglich für den Fall der Fälle eingepackt hatten. Die Fahrt begann ruhig, denn nach all den Strapazen machten wir erstmal ein Nickerchen auf dem Rücksitz. Da wir aber, nachdem wir aufgewacht waren so dermaßen laut und penetrant nach unseren Schnullern schrien und außerdem nach Bier und Schnaps verlangten, merkten die beiden, was für verdorbene Fratzen sich hinter der niedlichen Fassade verbargen.

Nachdem wir uns nochmal eine ordendliche Standpauke von Papi anhören durften, wurden wir in der Haller Utca in Budapest ausgesetzt, wo wir von irgendwelchen Hippies gefunden wurden, die dort auf einem Campingplatz hausten. Schön ist es hier! Zu schade, dass wir unsere Zelte schon Montag wieder abbrechen müssen. Glücklicherweise haben wir zwei vorsorglich, um weitere Komplikationen auszuschließen, keins dabei.

Das wars für’s erste von Team T.R.A.M.P. Checkt unseren SMS-liveticker! Wir riskieren unser Leben für sauberes Trinkwasser! AHOJ!

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